Stefanie Olhöft
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Grundlagen der Chinesischen Medizin

Grundsätzliches über die Traditionelle Chinesische Medizin

Die Akupunktur ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Diese hat sich seit Tausenden von Jahren entwickelt. Anhand archäologischer Funde kann man davon ausgehen, dass schon vor 5000 Jahren Akupunktur betrieben wurde. Hinweise bezüglich Veterinärakupunktur gab es bereits im 9. Jhd. v. Chr.!

Gesundheit bedeutet gemäß chinesischer Medizin ein energetisches Gleichgewicht.

Dem zu Grunde liegt das Prinzip von Yin und Yang, zwei gegensätzliche Kräfte, die in einer wechselseitigen Abhängigkeit zu einander stehen. Die Bedeutung von Yin und Yang ist weit reichender als oft angenommen weiblich und männlich. Wie Nacht und Tag gehen sie ineinander über, wie Mond und Sonne wechseln sie einander ab. Und ohne Ruhe (Yin) ist keine Bewegung (Yang) möglich, denn wenn man sich nur bewegt, ohne auszuruhen, tritt Erschöpfung ein. Also müssen beide Kräfte ausgewogen sein, wie zwei Waagschalen. Überwiegt ein Zustand, kommt es zu einem Ungleichgewicht. Das führt zunächst zu Befindlichkeitsstörungen, sei es auf der körperlichen oder geistig-seelischen Ebene. Manifestiert sich der Zustand, kann es zu tiefer greifenden Krankheitsbildern kommen.

Ein weiteres Prinzip ist die Lehre der 5 Elemente Holz - Feuer - Erde - Metall - Wasser. Jedem Element sind 2 Meridiane zugeordnet - ein jeder mit einer Organzugehörigkeit. Beispiel: Dem Holz sind der Leber- u. der Gallenblasenmeridian zugeordnet. "Hoppla!" werden Sie als Pferdehalter sagen, "das Pferd hat doch gar keine Gallenblase!?" Recht haben Sie! Aber dennoch gibt es auch beim Pferd einen Gallenblasenmeridian.

In diesen Meridianen (Leitbahnen) fließt das Qi, was oft und nur unzureichend als Lebensenergie bezeichnet wird. Ist Qi in einem Meridian mangelhaft oder sein gleichmäßiger Fluss behindert, kann es zu Funktionsstörungen und Schmerzen kommen.

Dieses System von Qi, Yin und Yang ausgewogen und damit Gesundheit zu erhalten, ist Ziel der TCM mittels Akupunktur, aber auch Kräuterheilkunde, Diätetik und einer Beratung in der Lebensführung.

Und mit der Lebensführung haben wir schon das Problem unserer domestizierten Tiere: Keine Tierart kann von uns Menschen so artgerecht gehalten werden, wie früher in ihrer ursprünglichen Lebensform. Ernährung und Bewegungsangebot weichen davon ab - das Ungleichgewicht ist vorprogrammiert! Hinzu kommen weitere belastende Faktoren, wie wir sie auch beim Mensch kennen (Genetische Faktoren, Umweltfaktoren, Streß...).

Grund genug für einen Ausgleich zu sorgen!

Schon kleine Veränderungen können ein energetisches Ungleichgewicht anzeigen und eine Behandlung rechtfertigen, noch bevor es zu deutlichen klinischen Symptomen gekommen ist. Als solche wären z.B. zu nennen:

Änderungen...

  • im Verhalten, Allgemeinbefinden des Tieres
  • Leistungsminderung
  • im Haut- u. Fellzustand
  • im Trink- u. Fressverhalten
  • von Harnabsatz o. -qualität, Kotbeschaffenheit

Und hier sind wieder Sie als Tierhalter, Trainer, Pfleger gefragt, das Tier gründlich zu beobachten, um ein frühzeitiges Reagieren zu ermöglichen.